Arbeitslosengeld 1 berechnen 2026: Höhe, Dauer & Anspruch

Voraussetzungen für ALG1

Das Arbeitslosengeld 1 (ALG1) setzt voraus, dass du in den letzten 30 Monaten vor der Arbeitslosigkeit mindestens 12 Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt warst (Anwartschaftszeit). Außerdem musst du dich bei der Agentur für Arbeit persönlich arbeitslos melden — spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit, besser 3 Monate vorher.

Wie hoch ist das ALG1?

Das ALG1 berechnet sich aus dem pauschalierten Nettoentgelt der letzten 12 Monate vor der Arbeitslosigkeit:

Wichtig: Das "pauschalierte Netto" ist nicht dein tatsächliches Netto, sondern ein standardisierter Wert, den die Bundesagentur für Arbeit aus deinem Bruttoentgelt berechnet — unabhängig von Steuerklasse oder Sonderausgaben.

Rechenbeispiele ALG1 2026

Den genauen Betrag berechnet die Bundesagentur mit ihrer offiziellen Tabelle. Einstiegswerte kannst du mit unserem Brutto-Netto Rechner ermitteln.

Wie lange gibt es ALG1?

Die Bezugsdauer richtet sich nach Beschäftigungsdauer und Lebensalter:

Sperrzeit bei eigener Kündigung

Wer selbst kündigt oder durch eigenes Verhalten zur Kündigung beiträgt, erhält in der Regel eine Sperrzeit von 12 Wochen. In dieser Zeit wird kein ALG1 gezahlt, und die Bezugsdauer verkürzt sich um ein Viertel. Ausnahmen: wichtiger Grund für die Eigenkündigung (z. B. gesundheitliche Gründe, Umzug zum Lebenspartner).

ALG1 und Steuern

Das ALG1 selbst ist steuerfrei — unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Es erhöht den Steuersatz auf dein sonstiges Einkommen im gleichen Jahr. Wer im selben Jahr noch Arbeitslohn bezogen hat oder eine Nebentätigkeit hat, muss eine Steuererklärung abgeben und kann mit einer Nachzahlung rechnen.

Was war dein Nettolohn vor der Arbeitslosigkeit?

Berechne deinen letzten Nettolohn als Basis für die ALG1-Berechnung.

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