Kurzarbeitergeld 2026: Höhe, Anspruch und Tipps

Was ist Kurzarbeit?

Kurzarbeit bedeutet: Der Arbeitgeber reduziert vorübergehend die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter, weil Aufträge fehlen oder ein außergewöhnliches Ereignis die Produktion einschränkt. Statt Entlassungen übernimmt die Bundesagentur für Arbeit einen Teil des Lohnausfalls — das Kurzarbeitergeld (Kug).

Wer hat Anspruch?

Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld:

Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

Das Kug berechnet sich aus dem Netto-Lohnausfall, nicht aus dem Bruttogehalt:

Rechenbeispiel: 3.500 EUR Bruttogehalt, 50 % Arbeitsausfall, keine Kinder:

Bezugsdauer

Das Kurzarbeitergeld wird regulär für bis zu 12 Monate gewährt. In Ausnahmesituationen (z. B. strukturelle Krisen wie in der Coronapandemie) kann die Bezugsdauer per Verordnung auf bis zu 24 Monate verlängert werden.

Aufstockung durch den Arbeitgeber

Viele Arbeitgeber — besonders in Tarifbranchen — stocken das Kug freiwillig auf, um Mitarbeiter zu halten. Die Aufstockung ist bis zu einer Grenze von 80 % des ausgefallenen Nettolohns steuerfrei. Was darüber hinausgeht, ist steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Wichtig: Progressionsvorbehalt!

Das Kurzarbeitergeld selbst ist steuerfrei — unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet: Es erhöht den Steuersatz auf dein übriges zu versteuerndes Einkommen. Wenn du im gleichen Jahr auch normales Gehalt bezogen hast, kann das zu einer Steuernachzahlung führen. In diesem Fall ist eine Steuererklärung Pflicht.

Tipp: Spare im Kurzarbeitsjahr monatlich einen kleinen Betrag für die eventuelle Steuernachzahlung.

Wie viel Netto bleibt bei Kurzarbeit?

Berechne mit dem Brutto-Netto Rechner deinen regulären Nettolohn als Vergleichsbasis.

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