Pendlerpauschale 2026: Fahrtkosten absetzen

Was ist die Pendlerpauschale?

Die Pendlerpauschale (offiziell: Entfernungspauschale) ist ein steuerlicher Abzug für den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Du kannst sie als Werbungskosten in deiner Steuererklärung geltend machen — unabhängig davon, ob du mit dem Auto, der Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß zur Arbeit kommst.

Die Pauschale reduziert dein zu versteuerndes Einkommen und senkt damit deine Steuerlast. Je weiter dein Arbeitsweg, desto mehr sparst du.

Höhe der Entfernungspauschale 2026

Die Pendlerpauschale beträgt:

Wichtig: Es zählt nur die einfache Entfernung (kürzeste Straßenverbindung), nicht Hin- und Rückweg. Und es gilt pro Arbeitstag — nicht pro Fahrt. Wer am selben Tag zweimal zur Arbeit fährt, kann die Pauschale trotzdem nur einmal ansetzen.

So berechnest du die Pauschale

Die Formel ist einfach:

Arbeitstage × Entfernungskilometer × Pauschale = Werbungskosten

Beispiel: 30 km einfache Strecke, 220 Arbeitstage:

Das reduziert dein zu versteuerndes Einkommen um 2.156 EUR. Bei einem Grenzsteuersatz von 35% bedeutet das ca. 755 EUR weniger Steuern pro Jahr.

Auto, Bahn oder Fahrrad?

Die Pendlerpauschale ist verkehrsmittelunabhängig — aber es gibt Besonderheiten:

Homeoffice vs. Pendlerpauschale

Seit 2023 gibt es die Homeoffice-Pauschale von 6 EUR pro Tag (max. 1.260 EUR/Jahr). An Homeoffice-Tagen kannst du keine Pendlerpauschale ansetzen. Die Frage ist also:

Tipp: Bei einem hybriden Modell (3 Tage Büro, 2 Tage Homeoffice) kannst du beides parallel nutzen — Pendlerpauschale für Bürotage, Homeoffice-Pauschale für Heimarbeitstage.

Tipps für die Steuererklärung

  1. Arbeitstage realistisch angeben: Das Finanzamt akzeptiert i.d.R. 220-230 Tage bei Vollzeit (5-Tage-Woche). Urlaub, Krankheit und Feiertage abziehen
  2. Längere Strecke begründen: Du darfst eine längere Strecke ansetzen, wenn sie verkehrsgünstiger ist (z.B. Autobahn statt Landstraße). Dokumentiere die Zeitersparnis
  3. Werbungskostenpauschale beachten: Die ersten 1.230 EUR Werbungskosten sind bereits durch den Pauschbetrag abgedeckt. Die Pendlerpauschale lohnt sich steuerlich erst, wenn du darüber kommst
  4. Fahrtenbuch führen: Bei Prüfung durch das Finanzamt brauchst du Nachweise. Notiere regelmäßig deine Arbeitstage

Berechne deinen Netto-Vorteil durch die Pendlerpauschale

Sieh mit dem Brutto-Netto Rechner, wie sich die Steuerersparnis auf dein Netto auswirkt.

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