Bürgergeld 2026: Höhe, Antrag & Regeln

Was ist das Bürgergeld?

Das Bürgergeld ist die Grundsicherung für erwerbsfähige Personen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen bestreiten können. Es hat Anfang 2023 das bisherige Hartz IV (ALG II) abgelöst. Zuständig ist das Jobcenter.

Anders als das Arbeitslosengeld I (das von der Agentur für Arbeit kommt und zeitlich begrenzt ist) kann Bürgergeld unbefristet bezogen werden — solange die Voraussetzungen erfüllt sind.

Regelsätze 2026: Wie viel gibt es?

Die monatlichen Regelsätze für 2026:

Zusätzlich übernimmt das Jobcenter die Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU) in angemessener Höhe. Was "angemessen" ist, legt die Kommune fest — in München ist die Grenze höher als in ländlichen Gebieten.

Voraussetzungen und Antrag

Bürgergeld bekommt, wer:

Den Antrag stellst du beim zuständigen Jobcenter — persönlich, schriftlich oder online. Benötigte Unterlagen: Personalausweis, Mietvertrag, Kontoauszüge der letzten 3 Monate, Einkommensnachweise und ggf. Kindergeldbescheid.

Freibeträge: Was darfst du behalten?

Beim Bürgergeld wird dein Vermögen geprüft, aber es gibt großzügige Freibeträge:

In den ersten 12 Monaten (Karenzzeit) wird das Vermögen nur geprüft, wenn es 40.000 EUR übersteigt. Erst danach gelten die strengeren 15.000 EUR.

Bürgergeld und Nebenjob

Du darfst neben dem Bürgergeld arbeiten — ein Teil des Verdienstes wird aber angerechnet:

Beispiel: Du verdienst 800 EUR im Nebenjob:

Sanktionen und Pflichten

Mit dem Bürgergeld kommen Pflichten — bei Verstößen drohen Kürzungen:

Wichtig: Die Kosten für Unterkunft und Heizung werden nicht gekürzt. Und die Obergrenze für Sanktionen liegt bei 30% des Regelsatzes — das hat das Bundesverfassungsgericht so entschieden.

Berechne, wie viel dir vom Verdienst neben dem Bürgergeld bleibt

Mit dem Brutto-Netto Rechner siehst du, was bei einem Nebenjob netto übrig bleibt.

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