PKV vs. GKV 2026: Wann lohnt sich der Wechsel?

Infografik PKV vs GKV 2026 - Vergleich gesetzliche und private Krankenversicherung
PKV vs GKV Vergleich 2026

Wer darf in die PKV wechseln?

In die private Krankenversicherung (PKV) können Angestellte wechseln, deren Jahresbruttoeinkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet. Diese liegt 2026 bei 73.800 EUR brutto pro Jahr (6.150 EUR/Monat). Das Einkommen muss mindestens ein volles Kalenderjahr über dieser Grenze gelegen haben. Selbstständige und Freiberufler können sich unabhängig vom Einkommen privat versichern. Beamte erhalten Beihilfe vom Dienstherrn und benötigen nur eine Restkostenversicherung in der PKV, was die Beiträge deutlich günstiger macht.

Vorteile der PKV

Die private Krankenversicherung bietet einige handfeste Vorteile gegenüber der gesetzlichen Kasse:

Nachteile und Risiken der PKV

Die PKV ist nicht für jeden die richtige Wahl. Es gibt gewichtige Nachteile:

Kostenvergleich: PKV vs. GKV

Ein konkretes Beispiel: Ein 30-jähriger Angestellter mit 75.000 EUR Jahresbrutto, ledig, keine Kinder. In der GKV zahlt er ca. 510 EUR/Monat (Arbeitnehmeranteil KV + PV). In der PKV liegt ein guter Tarif bei ca. 380-450 EUR/Monat, mit Arbeitgeberzuschuss sogar bei nur 190-225 EUR Eigenanteil. Die Ersparnis in jungen Jahren ist deutlich. Aber: Dieselbe Person zahlt mit 55 Jahren in der PKV oft 700-900 EUR, während der GKV-Beitrag am Gehalt gekoppelt bleibt. Rechne also langfristig und nicht nur die nächsten fünf Jahre.

Für wen lohnt sich die PKV wirklich?

Die PKV ist besonders sinnvoll für: Beamte (dank Beihilfe sehr günstig), Selbstständige mit hohem Einkommen, kinderlose Singles oder Paare mit zwei guten Einkommen, und für alle, die langfristig ein hohes Einkommen erwarten. Weniger sinnvoll ist sie für: Familien mit einem Verdiener (wegen fehlender Familienversicherung), Angestellte mit unsicherer Einkommensentwicklung und Menschen, die bald in Teilzeit oder Elternzeit gehen möchten.

Wechsel-Checkliste

Bevor du wechselst, prüfe diese Punkte:

  1. Liegt dein Einkommen stabil über der Versicherungspflichtgrenze?
  2. Hast du eine langfristige Finanzplanung mit steigenden PKV-Beiträgen?
  3. Ist deine Familienplanung abgeschlossen?
  4. Hast du mindestens drei PKV-Angebote verglichen?
  5. Hast du die Altersrückstellungen des Tarifs geprüft?

Nutze unseren Brutto-Netto Rechner, um zu sehen, wie sich der KV-Beitrag auf dein Nettogehalt auswirkt.

Wie wirkt sich der KV-Wechsel auf dein Netto aus?

Vergleiche GKV und PKV-Beiträge und sieh sofort, was sich auf deinem Konto ändert.

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